29. Januar 1916 Deutsche Zeppeline über Paris - wissenschaft.de
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29. Januar 1916

Deutsche Zeppeline über Paris

Der Schrecken des Ersten Weltkriegs machte auch vor der französischen Hauptstadt nicht halt. Deutsche Luftschiffe drangen in der Nacht des 29. Januar 1916 in den Pariser Luftraum ein und warfen über der Stadt Brandbomben ab, die mit brennbaren Materialien und weißem Phosphor gefüllt waren. Im Stadtteil Belleville rissen die Bomben einen großen Krater, der an die Schlachtfelder Nordfrankreichs erinnerte. Der Luftangriff forderte 26 Menschenleben; 32 Verletzte kamen hinzu.

Es war nicht die erste Offensive auf die französische Hauptstadt, die von 1915 bis 1917 immer wieder Ziel der deutschen Kriegführung wurde. Die Sirenen des Fliegeralarms und die Flucht in die schützenden Kellerräume gehörten zum Kriegsalltag der Stadtbewohner. Angesichts dieser anhaltenden Bedrohung aus der Luft ergriffen Angst und ohnmächtige Wut die Pariser Bevölkerung.

Daß Städte zu militärischen Angriffszielen wurden, lag im strategischen Kalkül der nationalen Heeresleitungen. Um die Moral der Zivilbevölkerung zu erschüttern und ihre Widerstandskraft zu brechen, fielen Bomben auf französische, englische und deutsche Städte. Der Krieg konnte alle treffen: die Soldaten an der Front und die Zivilisten in der Heimat. Das war der Grundstein für den systematischen Ausbau der Städtebombardierungen im Zweiten Weltkrieg, in dem Bomben ganze Städte in Trümmerwüsten verwandelten. Im Ersten Weltkrieg wurden rund 500 Pariser Opfer der Bombenabwürfe. Im Zweiten Weltkrieg wurde diese traurige Bilanz andernorts in wenigen Minuten erreicht.

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