26.02.1376 Die „böse Fasnacht“ - wissenschaft.de
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26.02.1376

Die „böse Fasnacht“

Die älteste erhaltene urkundliche Bezeugung der Basler Fasnacht stammt aus dem Jahr 1376. Während des bunten Fasnachtstreibens am Dienstag vor Aschermittwoch dieses Jahres zog Herzog Leopold III. von Österreich mit bewaffneten Rittern in (Groß-)Basel ein, um auf dem Münsterplatz das zu diesem Zeitpunkt wohl schon traditionelle Turnier abzuhalten. Für die Basler war diese Machtdemonstration Leopolds eine Provokation, denn der Habsburger hatte schon lange ein Auge auf die Bischofsstadt geworfen, sich die Reichsvogtei über die Stadt gesichert und das benachbarte Kleinbasel erworben.

Während des Turniers kam es plötzlich zur blutigen Eskalation, als eine angestachelte Menge zu den Waffen griff und Herzog Leopold und seine Entourage auf dem Turnierplatz angriff. Mehrere Adlige und Knechte verloren ihr Leben. Herzog Leopold floh auf einem Kahn nach Kleinbasel. Wie es genau zu der Bluttat kam, lässt sich kaum mehr rekonstruieren. Moderne Erklärungsversuche verweisen auf die während der Fasnacht ohnehin leicht entflammbare Stimmung und latente Gewaltbereitschaft in der Bevölkerung. Für Basel hatte die „böse Fasnacht“ schwere Konsequenzen. Der Rat machte „fremdes Volk und böse Buben“ für den Gewaltausbruch verantwortlich und ordnete die Hinrichtung von zwölf Aufständischen an. Leopold III. verhängte zudem die Reichsacht über die Stadt, die obendrein eine hohe Strafe zu zahlen hatte.

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