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356 v. Chr.

Die Brandstiftung

„Der Zeit gleich ewig ward ich, Herostrat. Noch gestern abend nur ein armer Mann, ein großer Gott, da diese Nacht begann.“ Diese Worte legt der Schriftsteller Georg Heym dem Griechen Herostratos in der Nacht vor seiner Hinrichtung in den Mund. Doch wie meinte der „arme Mann“, ewigen Ruhm erlangt zu haben? Wer keine Reiche lenkte, kein Held oder Dichter war, hatte kaum die Chance, unsterblichen Ruhm zu erwerben.

Herostratos aber gab sich mit dieser enttäuschenden Aussicht nicht zufrieden. In einer Nacht des Jahres 356 v. Chr. schlich er sich zum Tempel der Artemis von Ephesos und setzte das 200 Jahre alte Heiligtum in Brand. Das Wahrzeichen der Stadt, eines der bedeutendsten und größten griechischen Kultgebäude, wurde vollständig zerstört. Der Brandstifter wurde gefasst und gefoltert. Er gestand sein Motiv: durch Ruhm unsterblich zu werden. Die Ephesier beschlossen offiziell, den Namen des Verbrechers nie mehr zu nennen, doch das Verbot wurde nicht eingehalten. Angeblich unterlief es der Gelehrte Theopompos, und bis heute wird jemand als „Herostrat“ bezeichnet, der aus Geltungssucht Kulturgüter zerstört. Später hieß es, Artemis habe ihr Heiligtum nicht schützen können, da sie in jener Nacht die Geburt Alex-anders des Großen in Pella überwacht hätte. Der Tempelneubau wurde trotz der Finanzierung durch Alexander erst etwa 100 Jahre später abgeschlossen. Nur noch

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Der Podcast zur Geschichte.

Geschichten von Alexander dem Großen bis ins 21. Jahrhundert. 2x im Monat reden zwei Historiker über ein Thema aus der Geschichte. In Kooperation mit DAMALS – Das Magazin für Geschichte.

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Wissenschaftslexikon

Am 20. Mai 2020 endet eine vierjährige Übergangsfrist für das europaweite Verbot von aromatisierten Tabakprodukten. Dabei geht es vor allem um die berühmten Menthol-Zigaretten, die Helmut Schmidt so liebte. Böse Zungen behaupten, die 2-Euro-Münze mit seinem Konterfei sei ursprünglich mit rauchender Hand geplant gewesen, aber das ist natürlich nur eine Verschwörungstheorie.

Keine Verschwörungstheorie ist dagegen, dass Menthol die Atemwege kühlt und leicht betäubt und so das Inhalieren für Anfänger erleichtert. Eine Einstiegshilfe für Jugendliche also. Kein Wunder, dass die Tabakindustrie nach Alternativen sucht. Zufälligerweise hat die Reemtsma-Tochter Rizla, die Zigarettenpapier herstellt, eine „Aroma Card Menthol“ im Angebot, eine mit Menthol getränkte Karte. Die steckt man in die Zigarettenpackung, so dass die Glimmstängel nach einiger Zeit Mentholaroma haben.

Selbstverständlich ist das nur ein Angebot, damit Raucher/innen frei entscheiden können und auf keinen Fall eine Umgehung des Mentholverbots, wie manche Medien unter Berufung auf das Berliner „Forum Rauchfrei“ melden . Schließlich hat die Tabakindustrie keinerlei Interesse daran, dass Jugendliche mit dem Rauchen anfangen und womöglich noch abhängig werden. So was behauptet nur die Pharmaindustrie, hinter der steht Bill Gates und der will uns nur gegen Corona zwangsimpfen. Echt Alter, isch schwör.

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Disclaimer: Dieser Artikel könnte Spuren von Menthol Ironie enthalten.

http://scienceblogs.de/gesundheits-check/2020/05/19/reemtsma-und-das-verbot-von-metholzigaretten/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=reemtsma-und-das-verbot-von-metholzigaretten

♦ Elek|tro|in|ge|ni|eur  〈[–ınnjø:r] m. 1〉 auf einer technischen Hochschule ausgebildeter Elektrotechniker

♦ Die Buchstabenfolge elek|tr… kann in Fremdwörtern auch elekt|r… getrennt werden.

Ge|würz|pflan|ze  〈f. 19; Bot.〉 Pflanze, deren Blätter od. Früchte frisch od. getrocknet wegen ihrer Geschmackstoffe manchen Speisen zugesetzt werden, z. B. Petersilie, Thymian, Kümmel

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