13.1.1902 Die erste deutsche „Volkshochschule" - wissenschaft.de
Anzeige
Anzeige

13.1.1902

Die erste deutsche „Volkshochschule“

Ein Gegenpol zu den staatlichen Universitäten mit ihrem „mittelalterlichen Charakter“ sollte sie sein, die „Freie Hochschule“, deren feierliche Gründung am 13. Januar 1902 im Berliner Roten Rathaus vonstatten ging. Die despektierlichen Worte über die bisherigen Institutionen der Erwachsenenbildung stammten von einem der Initiatoren, dem Schriftsteller Bruno Wille. Die Freiheit schien Wille Lebensthema zu sein, fungierte er doch seit Jahren als Herausgeber des „Freidenkers“ und hatte erst 1900 die „Freie Volksbühne Berlin“ mitgegründet. Die deutsche Initiative ging auf die skandinavische Tradition zurück, vor allem auf deren großen Lehrmeister Nicolai Grundtvig. Der Pädagoge hatte bereits 1844 in Dänemark die ersten Volkshochschulen überhaupt gegründet. Die Idee, Kurse und Lehrgänge für Erwachsene anzubieten, hatte verschiedene Triebfedern. Zum einen war es der allgemeine Bildungsdrang, der damit einherging, daß im Zuge der Industrialisierung erstmals auch nichtakademische Schichten „Freizeit“ hatten. Dazu gesellte sich zunehmend der Aufstiegwille der Arbeiterschaft. Dieser Richtung entstammte auch die Berliner Gründung.

Anzeige

DAMALS | Aktuelles Heft

Bildband DAMALS Galerie

Anzeige

Aktueller Buchtipp

Wissenschaftslexikon

Hy|per|hi|dro|se  auch:  Hy|per|hid|ro|se  〈f. 19; unz.; Med.〉 krankhaft gesteigertes Schwitzen ... mehr

Mehr|ge|bä|ren|de  〈f. 30; Med.〉 gebärende Frau, die schon mehrmals ein Kind geboren hat; Sy Multipara; ... mehr

Xe|ro|ko|pie  〈f. 19; Tech.〉 durch Xerographie hergestellte Kopie

» im Lexikon stöbern
Anzeige
Anzeige