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23.02.1767

Die erste Waschmaschine

Der aus Querfurt stammende Theologe Jacob Christian Schäffer war an vielerlei Dingen interessiert, unter anderem an der Botanik und der Insektenkunde. Beim Versuch aber, die Papierherstellung durch eine Maschine zu optimieren, kam ihm die Idee zu einer Waschmaschine, die er am 23. Februar 1767 vorstellte. In seiner Schrift „Die bequeme und höchst vortheilhafte Waschmaschine“ schildert er detailliert Bau- und Funktionsweise.

In einem geschlossenen Holzzuber wurde Wäsche in heißem Wasser über mechanisch von außen zu bedienende Rührflügel bearbeitet. Schon der erste Versuch gelang. Verschiedene schmutzige Wäschestücke wurden nach kurzem Einweichen und moderatem Einseifen in die Maschine gegeben und darin zwölf Minuten bearbeitet. Zum Erstaunen aller seien sie „vollkommen rein und ausgewaschen“ aus dem nunmehr schmutzigen Wasser herausgezogen worden.

Ermuntert durch diesen Erfolg, führte Schäffer akribisch eine Versuchs‧reihe durch, in der er die Waschkraft seiner Erfindung an dunklen wie hellen Wäschestücken und besonders schwer zu entfernenden Flecken testete. An der Mechanik der Rührflügelmaschine gab es noch einiges nachzubessern, um Schäden an den Stoffen zu verhindern, doch lagen die Vorteile gegenüber der kraft- und zeitaufwendigen Handwäsche auf der Hand. Den künftigen Benutzern gab Schäffer nützliche Bedienungshinweise: nicht überladen, das schmutzige Seifenwasser nicht wegschütten, sondern zum Einweichen dunkler Schmutzwäsche nutzen.

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