4. Juli 1630 Die Schweden landen auf Usedom - wissenschaft.de
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4. Juli 1630

Die Schweden landen auf Usedom

Als der Schwedenkönig Gustav Adolf am 4. Juli 1630 mit seinem Heer auf Usedom landete, soll er beim Gang an Land auf der schmalen Laufplanke ausgerutscht sein. Die Zeitgenossen berichteten irritiert, er habe sich dabei das Knie verletzt und sei fast zu Boden gegangen. Spätere Generationen wollten darin jedoch Gustav Adolfs Kniefall vor Gott und die Bitte um Beistand sehen.

Wollte der Schwedenkönig, als er in den Dreißigjährigen Krieg eingriff, den bedrängten Protestanten zu Hilfe kommen, oder verfolgte er das Ziel, seinen Einflußbereich im Ostseegebiet weiter auszudehnen? Auf jeden Fall konnte er sich der finanziellen Unterstützung Frankreichs sicher sein, mit dem er 1631 einen Vertrag gegen die Habsburger und das Reich schloß. Nach anfänglichem Zögern stellten sich auch die protestantischen Fürsten auf seine Seite. Schnell errang Gustav Adolf Sieg um Sieg gegen die katholische Liga unter ihrem Feldherrn Tilly. Als sich Kaiser Ferdinand II. dazu entschloß, den zwei Jahre zuvor entlassenen Wallenstein mit der Aufstellung eines großen Heeres zu beauftragen, war der Schwedenkönig bereits bis nach München vorgedrungen und galt längst als Held und Retter des Protestantismus. Der steile Aufstieg endete erst mit der Schlacht bei Lützen gegen Wallenstein, in der die Schweden siegten, doch Gustav Adolf fiel.

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