17.07.1717 Die „Wassermusik“ aufgeführt - wissenschaft.de
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17.07.1717

Die „Wassermusik“ aufgeführt

König Georg I. von England war kein Freund von Pomp und großen Spektakeln. Viele kannten ihren König nur von Münzen, denn in der Öffentlichkeit ließ er sich kaum blicken, und wenn, dann wirkte er hölzern und unbeholfen. All das und die obendrein spürbaren Spannungen mit seinem Sohn und Thronfolger, dem Prince of Wales, trugen nicht zur Popularität Georgs bei. Ihm wurde daher geraten, sich seinem Volk zu zeigen, und warum nicht die seit 1715 etablierte Ausfahrt auf der Themse etwas festlicher gestalten? Der König ließ sich überzeugen und bestieg am Abend des 17. Juli in Whitehall die königliche Barke, die die Themse aufwärts nach Chelsea fuhr. Ihr folgten zahlreiche andere Boote mit der adligen Gesellschaft Londons.

In einem Boot nächst dem des Königs saßen 50 Musiker, Streicher, Holz- und Blechbläser – und der Dirigent Georg Friedrich Händel, der die Musik für das Ereignis eigens komponiert hatte. Der König war von dem Gehörten so begeistert, dass er die Musik dreimal wiederholen ließ: zweimal auf der Hinfahrt nach Chelsea, wo er zu Abend aß, und ein weiteres Mal auf der Rückfahrt nach Whitehall. Die drei Orchestersuiten erhielten entsprechend dem Anlass schnell den Namen „Wassermusik“ und zählen heute zu Händels bekanntesten Werken.

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