17.06.1631 Ein Bau der ewigen Liebe - wissenschaft.de
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17.06.1631

Ein Bau der ewigen Liebe

Der indische Großmogul Schah Dschahan war untröstlich, als Mumtas Mahal, seine geliebte Hauptfrau, am 17. Juni 1631 nach der Geburt ihres 14. Kindes im Kindbett verstarb. Als er sich nach einwöchiger Trauer wieder zeigte, sei er ergraut gewesen, berichten die Quellen. Sein einziges Interesse war es fortan, seine ewige Liebe auch nach außen zu bekunden: Seiner sterbenden Frau soll er versprochen haben, ihr ein Grabmal zu errichten, wie es die Welt noch nicht gesehen hatte.

Schah Dschahan hielt Wort. In Agra ließ er auf einer 100 mal 100 Meter großen Marmorplattform ein Mausoleum aus weißem Marmor errichten. Verziert war es mit kostbarsten Edelsteinen. Über dem von vier schlanken Minaretten umgebenen Grabmal erhebt sich eine 57 Meter hohe Kuppel. Um das Gebäude wurde ein weitläufiger, von Wasserkanälen durchzogener Garten angelegt. Tadsch Mahal, „Kronenpalast“, nennt man das Mausoleum, an dem 20000 Arbeiter aus ganz Indien fast 17 Jahre arbeiteten. Durch seine perfekte Symmetrie und Harmonie wurde es zum Höhepunkt islamischer Architektur in Indien und zu einem der sieben neuen Weltwunder. Der später von seinem Sohn entmachtete Schah Dschahan wurde 1666 neben seiner geliebten Mumtas Mahal bestattet. Ursprünglich plante er wohl, ein eigenes Grabmal für sich errichten zu lassen. Dass dies ein baugleiches „schwarzes“ Tadsch Mahal gegenüber dem weißen hätte sein sollen, ist eine populäre Legende.

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