19. Juli 1525 Ein Bündnis gegen die neue Lehre - wissenschaft.de
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19. Juli 1525

Ein Bündnis gegen die neue Lehre

Martin Luthers Lehre bot nicht nur Anlaß zu theologischem Disput und politischer Auseinandersetzung, sie besaß auch eine immense soziale Sprengkraft. „Von der Freiheit eines Christenmenschen“ hatte der Reformator geschrieben, wollte damit aber nicht an der bestehenden Ständeordnung rütteln. Für viele Bauern aber wurde Luthers Freiheitsgedanke zum Fanal eines Aufstand gegen Frondienst und Leibeigenschaft. Es folgten die blutigen Kämpfe der Bauernkriege in der Schweiz und Oberdeutschland, in Süddeutschland und Thüringen. Über 100 000 Bauern verloren in den lokal bis 1526 andauernden Auseinandersetzungen ihr Leben.

Luther distanzierte sich zwar von den Aufständischen, wurde aber schnell von den katholischen Fürsten verantwortlich gemacht. Am 19. Juli 1525 schlossen sich einige von ihnen – Albrecht von Mainz, Erich von Braunschweig-Kalenberg, Heinrich von Braunschweig-Wolfenbüttel, Joachim von Brandenburg und Georg „der Bärtige“ von Sachsen – zum „Dessauer Bündnis altgläubiger Fürsten“ zusammen. Ihr Ziel war es, die Bauernaufstände gemeinsam abzuwehren und die „lutherische Sekte“ als Wurzel allen Übels auszurotten. Darin folgte ihnen später der altgläubige „Torgauer Bund“ von 1526.

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