13. Juni 1926 Ein Denkmal für die Revolution - wissenschaft.de
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13. Juni 1926

Ein Denkmal für die Revolution

Der Mord an Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht im Januar 1919 hatte die Anhänger der KPD tief erschüttert. Sie beauftragten den Architekten Mies van der Rohe, den Ermordeten des gescheiterten Spartakisten-Aufstands an ihrer letzten Ruhestätte, dem Zentralfriedhof in Berlin-Friedrichsfelde, ein Denkmal zu setzen. Der berühmte Künstler gestaltete die Erinnerungsstätte in einer unkonventionell-abstrakten Formsprache. Das zwölf Meter lange und fast sechs Meter hohe Monument bestand aus aufeinandergetürmten, asymmetrisch versetzten Quadern aus dunklen Ziegelsteinen. Auf einer Längsseite des massigen Baukörpers prangte der Sowjetstern – das einzige Erkennungszeichen für einen kommunistischen Gedenkort.

Vom Entwurf bis zur Errichtung des Denkmals waren sieben Jahre vergangen. Am 13. Juni 1926 war es jedoch soweit: Das „Revolutionsdenkmal“ wurde enthüllt und einen Monat später eingeweiht. Es sollte nicht einmal zehn Jahre bestehenbleiben. Im Februar 1933 versammelten sich KPD-Anhänger dort zum letztenmal. Schon bald danach schändeten NaziTrupps das Denkmal und stahlen den Sowjetstern, der bis heute als verschollen gilt. Im November 1934 wurde schließlich das Denkmal endgültig beseitigt. Aktuell wird darüber nachgedacht, die Gedenkstätte neu zu errichten.

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