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20. September 622

Eine neue Zeitrechnung

Der etwa 570 in Mekka geborene Mohammed war bereits um die 40 Jahre alt, als er, so heißt es, in Prophezeiungen des Erzengels Gabriel erstmals das Wort Allahs vernahm. Als er begann, in seiner Heimatstadt die neue Lehre der „Ergebung in den Willen Gottes“ (Islam) zu verkünden, machte er sich allerdings schnell Feinde. Die meisten Bewohner beteten zu Naturgöttern und waren nicht bereit, ihren alten Glauben zugunsten des Islam aufzugeben.

Im Jahr 622 musste Mohammed Mekka verlassen. Am 20. September soll er unter großem Jubel in Medina eingezogen sein, wo er schnell Anhänger um sich scharen und in der Folgezeit die neue Religion etablieren konnte. Sein Gang nach Medina (Hedschra), der rückblickend die Geburtsstunde des Islam markiert, bezeichnete auch den Beginn einer neuen Zeitrechnung. Bereits im Jahr 638 soll der zweite Kalif Omar ibn al-Chat-tab den islamischen Kalender eingeführt haben. Dieser basiert nicht wie der gregorianische Kalender auf dem Sonnen-, sondern auf dem Mondjahr, welches um gut elf Tage kürzer ist als das Sonnenjahr. Das hat zur Folge, dass islamische Feste wie der Fastenmonat Ramadan beweglich sind und durch die Jahreszeiten „wandern“.

Obgleich der gregorianische Kalender im Alltagsleben der meisten islamischen Länder eindeutig dominiert, spielt der islamische Kalender als Festkalender nach wie vor eine große Rolle. Das Jahr 2007 ist übrigens im islamischen Kalender das Jahr AH (lat. „anno Hegirae“, also „im Jahr der Hedschra“) 1428.

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