21. Juni 168 v. Chr. Eine Schlacht und ihr Nachspiel - wissenschaft.de
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21. Juni 168 v. Chr.

Eine Schlacht und ihr Nachspiel

Als am Abend des 21. Juni 168 v. Chr. die Griechen gegen die Römer bei Pydna eine verheerende Niederlage erlitten, ahnten die griechischen Adligen noch nicht, daß für viele von ihnen diese Schlacht noch ein Nachspiel haben sollte. Denn in Rom war man entschlossen, jeden weiteren Widerstand der Griechen zu unterbinden. Sorgfältig forschte man, wer als Gegner Roms galt, um an diesen Widersachern ein Exempel zu statuieren. Über 1000 griechische Adlige wurden schließlich in die Toskana gebracht und dort gefangen gehalten. Einer jedoch entging der Internierung: der Geschichtsschreiber Polybios. Sein reicher Gönner Scipio ließ ihn in seinem Haus wohnen.Dort verfaßte der Historiograph seine Geschichte Roms, die ausführlich darlegt, wie Rom von einer kleinen Stadt am Tiber zum Weltreich werden konnte. In Griechenland machte man sich hingegen Sorgen um seinen Adel, schickte eine Gesandtschaft nach der anderen, bat um Freilassung. Die Römer aber ließen sich 17 Jahre Zeit mit einer Entscheidung. Schließlich sprach der alte Cato das Machtwort: „Als ob wir nichts zu tun hätten, sitzen wir den ganzen Tag da und zerbrechen wir uns den Kopf über ein paar alte Männer aus Griechenland, ob sie von den Sargträgern bei uns oder in Achäa zu Grabe getragen werden sollen.“ Er hatte leicht reden. Gerade einmal 300 hatten die Internierung überlebt und konnten nach Hause zurückkehren. Ihren Besitz, den Rom beschlagnahmt hatte, erhielten sie allerdings nicht zurück. Eine Rückgabe, so Cato, käme nicht in Frage, schließlich sei auch Odysseus nicht noch einmal in die Höhle des Kyklopen zurückgegangen, um Hut und Gürtel zurückzufordern.

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