20.11.1194 Einzug in Palermo - wissenschaft.de
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20.11.1194

Einzug in Palermo

Dass der Stauferkaiser Heinrich VI. jemals die Krone Siziliens erlangen würde, war bei seiner Heirat mit Konstanze von Sizilien kaum wahrscheinlich. Niemand rechnete mit dem Ableben des noch jungen Normannenkönigs Wilhelm II., der über Sizilien herrschte. Doch Wilhelm II. starb 1189 kinderlos. Für diesen Fall hatten die sizilischen Großen unter Eid zugesagt, Wilhelms Tante Konstanze, die Gemahlin Heinrichs VI., als Regentin zu unterstützen. Heinrich VI. erhob nun Anspruch auf Sizilien und Unteritalien, gestützt auf das Erbrecht Konstanzes und „das alte Recht des Kaiserreichs“.

Bis der Staufer aber zur Durchsetzung seiner Ziele Sizilien erreicht hatte, hatte sich dort eine mächtige Opposition formiert. Tankred von Lecce, ein illegitimer Enkel des Normannenkönigs Roger II., war zum neuen König gekrönt worden, hatte dort seine Herrschaft konsolidiert und gar die Anerkennung des Papstes erlangt. Nur durch den unerwarteten Tod Tankreds 1194 konnte Heinrich am 20. November 1194 festlich in Palermo einziehen. Die Stadt hatte sich ihm unterworfen. Der Leichnam des Gegenspielers aber wurde aus seinem Grab in der Kathedrale von Palermo entfernt und an einem unbekannten Ort verscharrt. Zu Weihnachten 1194 trug Heinrich VI. erstmals die Nor‧mannenkrone, einen Tag später brachte Konstanze den Thronfolger Friedrich II. zur Welt.

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