19. Juli 711 Ende des Westgotenreichs - wissenschaft.de
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19. Juli 711

Ende des Westgotenreichs

Nachdem das tolosanische Westgotenreich in Gallien (mit der Hauptstadt Toulouse) im 6. Jahrhundert von den Franken niedergeworfen worden war, hatten sich die Westgoten auf den Ausbau ihrer Herrschaft über die Iberische Halbinsel konzentriert. Dieses toledanische Reich (mit der Hauptstadt Toledo) erreichte im 6. und 7. Jahrhundert eine große kulturelle Blüte. So wurden etwa bei der Aufzeichnung des Rechts germanische und römische Traditionen miteinander kombiniert, was noch heute zu den vielbeachteten Leistungen der Westgoten zählt.

Doch dem Reich drohte vielerlei Gefahr von innen wie außen. Die jahrzehntelangen Thronkämpfe, in die auch Teile des Heeres verstrickt waren, nutzten die Araber zum Angriff auf die Iberische Halbinsel. Mit gut 12000 Mann überquerten sie 711 bei Gibraltar das Mittelmeer und stellten sich den Westgoten entgegen. König Roderich, der in Kämpfe mit den Basken verwickelt war, mußte sich am Río Guadalete den Invasoren stellen, noch bevor sein Heer vollständig versammelt war – so gelang der Streitmacht aus Arabern und Berbern unter Tarik ibn Sijad der Sieg. Das geschwächte Westgotenreich wurde mit dieser Niederlage endgültig zerschlagen. Nun waren es die Mauren, die eine Herrschaft über die Iberische Halbinsel errichteten.

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