8. Juni 1802 Ende einer Räuberkarriere - wissenschaft.de
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8. Juni 1802

Ende einer Räuberkarriere

Bei der Festnahme einer verdächtigen Person Ende Mai 1802 wusste der Hofgerichtsrat und Amtsverwalter in Limburg noch nicht, welch großen Fang er gemacht hatte. Eine Woche später, am 8. Juni 1802, enthüllte sich die wahre Identität des Mannes: Es handelte sich um den berüchtigten Räuber Schinderhannes. Er hatte viele Jahre lang die Bewohner in Rheinhessen, der Pfalz und im Hunsrück in Angst und Schrecken versetzt. Straßenraub, Einbruch, Erpressung und sogar drei Raubmorde gingen auf sein Konto. Um die Jahrhundertwende trieben gerade in den Landstrichen entlang dem Rhein von der Schweiz bis in die Niederlande viele Räuberbanden ihr Unwesen. Die Kriegswirren waren der ideale Nährboden für solche Diebesbanden, in denen sich desertierte Soldaten, Bettler und Vaganten fanden. Als Sohn eines „Schinders“, dessen Gewerbe der Verwertung von Tierkadavern zu den unehrenhaften Berufen zählte, begann der junge Johannes Bückler schon früh eine Karriere vom Kleinkriminellen zum allerorts gefürchteten Räuberhauptmann. Er war kaum 20 Jahre alt, als er am 21. November 1803 zusammen mit 19 Angehörigen seiner Bande in Mainz guillotiniert wurde. Die Legendenbildung begann bereits zu seinen Lebzeiten und reicht bis ins 21. Jahrhundert: War er für die einen ein gemeiner Verbrecher, so sahen ihn die anderen als mutigen Sozialrebell.

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