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6. Mai 1754

Erste Frau wird Doktor der Medizin

„Academische Abhandlung von der gar zu geschwinden und angenehmen, aber deswegen öfters unsicheren Heilung der Krankheiten“ lautete der Titel der medizinischen Dissertation, die Dorothea Erxleben im Januar 1754 vorlegte. Eine Frau, die um Promotion ersuchte, das hatte es noch nie gegeben! Dorothea Erxleben, geborene Leporin, hatte profunde medizinische Kenntnisse durch ihren Vater, einen Quedlinburger Arzt, erworben. Doch trotz ihres beachtlichen medizinisch-anatomischen Wissens blieb ihr als Frau zunächst ein Medizinstudium verwehrt. Und als ihr König Friedrich II. in Preußen den Besuch der medizinischen Fakultät in Halle ausdrücklich gestattete, nahm sie diese Chance nicht wahr. Sie heiratete den verwitweten Quedlinburger Diakon Johann Christian Erxleben, zu dessen fünf Kindern sie noch vier eigene gebar. Im Selbststudium erweiterte sie ihr medizinisches Wissen und behandelte Kranke. Dem Vorwurf der Quedlinburger Ärzte, sie betreibe „medicinische Pfuscherey“, begegnete sie mit der Einreichung ihrer Dissertation. Als erste Frau in Deutschland wurde Dorothea Erxleben zum Promotionsexamen zugelassen: Sie bestand am 6. Mai 1754 mit glänzendem Erfolg und wirkte bis zu ihrem Tod im Jahr 1762 erfolgreich in Quedlinburg.

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