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19. Mai 1889

Erste Frauengewerkschaft gegründet

Am 6. Februar 1889 war in mehreren Berliner Zeitungen folgende Anzeige zu lesen: „Alle Damen, welche als Kontoristinnen, Kassiererinnen, Verkäuferinnen, Directricen, Expedientinnen usw. mit festem monatlichen Gehalt angestellt sind und einem zu gründenden kaufmännischen und gewerblichen Hilfsverein für Damen beitreten wollen, werden um Angabe ihrer Adresse und Berufes unter X. M. 391 an die Expedition dieser Zeitung gebeten.“ Zweck des Vereins seien: „Rat- und Auskunftserteilung, kostenlose Stellenvermittlung für alle Berufszweige, freie ärztliche Behandlung und Gewährung von Unterstützung“. Die Inserate hatten die prominente Frauenrechtlerin Minna Cauer und der Bankbeamte Julius Meyer aufgegeben. Hunderte von Frauen meldeten sich auf die Anzeige, so dass am 19. Mai 1889 der „Kaufmännische und gewerbliche Hilfsverein für weibliche Angestellte“ in Berlin gegründet werden konnte. Elf Jahre später hatte der Verein bereits 13029 Mitglieder mit Zweigstellen in etlichen Städten.

Solche Vereinsgründungen waren keine Selbstverständlichkeit, verbot doch die „Preußische Vereinsgesetzgebung“ von 1859 jegliche politische Interessenvertretung von Frauen. Der Erlass blieb bis 1908 in Kraft, so dass man dem Verein einen unpolitischen Anstrich geben musste. Sozialpolitische Fragen wie die Regelung der Arbeitszeit oder den Kündigungsschutz konnte der Verein nicht offiziell, sondern nur in besonderen Kommissionen auf die Agenda setzen.

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Pep|ton  〈n.; –s, –to|ne; Biochem.〉 bei der Verdauung von Proteinen entstehendes, hochmolekulares, wasserlösl. Abbauprodukt, als Nährpräparat verwendbar [zu grch. peptein ... mehr

Nes|sel|kap|sel  〈f. 21; Zool.〉 für die Hohltiere charakteristische, der Verteidigung u. dem Beutefang dienende Zelle, die in einem Nesselfaden aufgerollt enthalten ist u. eine brennende, kleine Tiere lähmende Flüssigkeit absondert

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