1. November 996 Erste urkundliche Erwähnung Österreichs - wissenschaft.de
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1. November 996

Erste urkundliche Erwähnung Österreichs

Am 1. November schenkte Kaiser Otto III. auf einem Hoftag in Bruchsal dem Bistum Freising einen Hof in Neuburg an der Ybbs mitsamt 30 Königshufen (abhängigen Hofstellen). Nicht die Schenkung ist aus neuzeitlicher Sicht bemerkenswert, sondern die in der Schenkungsurkunde vorgenommene genauere Beschreibung Neuburgs, das „in der Gegend“ lag, „die in der Volkssprache ostarrîchi genannt wird“. Mit ostarrîchi taucht erstmals der althochdeutsche Urahn des Namens Österreich auf. Bezeichnet hat er freilich kein Reich, sondern einen Teil der bayerischen Ostmark (lateinisch marchia orientalis), einen schmalen Gebietsstreifen im Südosten des ostfränkischen Reichs. Unter der Herrschaft der Babenberger, die seit 976 mit der Markgrafschaft belehnt waren, wurde die Ostmark in den folgenden Jahrhunderten um umfangreiche Gebiete erweitert und wuchs zu einem bedeutenden Herrschaftszentrum heran. Gleichzeitig wandelte sich der Name ostarrîchi zu „Österreich“ und verdrängte die lange Zeit geläufige Bezeichnung „Osterlant“. 1156 schließlich wurde Österreich durch Kaiser Friedrich Barbarossa vom Herzogtum Bayern abgetrennt und zu einem eigenständigen Herzogtum erhoben („Privilegium minus“). Und so konnte die Alpenrepublik im Jahr 1996 „1000 Jahre Österreich“ feiern.

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