7. Januar 1714 Erstes Patent für eine Schreibmaschine - wissenschaft.de
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7. Januar 1714

Erstes Patent für eine Schreibmaschine

Am 7. Januar 1714 schlug Henry Mills große Stunde. Von Queen Anne wurde ihm ein Patent für eine geheimnisvolle Maschine ausgestellt, die der englische Ingenieur „nach vielen Studien, mit viel Mühe und unter großem Aufwand“ entwickelt hatte. Das königliche Patent Nr. 395 beschreibt genau die Funktion von Mills Erfindung: „Eine künstliche Maschine oder Methode, Buchstaben abzudrucken oder abzuschreiben, einzelne oder fortlaufend, einen nach dem anderen wie in der Schrift, so daß jeglicher Text auf dem Papier oder Pergament so klar und deutlich abgeschrieben werden kann, daß man diese Schrift vom Druck nicht unterscheiden kann.” Was das British Patent Office da ausgestellt hat, ist nichts anderes als das erste bekannte Patent für eine Schreibmaschine. Zu vermuten ist, daß das Gerät Blinden den Schriftverkehr ermöglichen sollte. Wie nun Mills Schreibmaschine genau aussah und funktionieren sollte, ist unbekannt, denn sie wurde möglicherweise nie wirklich gebaut. Mills und seine Erfindung fanden nie Beachtung, doch teilte er seine Idee mit vielen anderen. So entwickelte der Italiener Torri 1808 eine Schreibmaschine für seine Geliebte, eine blinde Gräfin. Ist die Maschine selbst zwar verloren, so beweist ein Liebesbrief, der auf ihr geschrieben wurde, daß sie durchaus funktionstüchtig war. Die erste Schreibmaschine, deren Modell auch erhalten blieb, entwickelte der Tiroler Zimmermann Peter Mitterhofer 1866 (vgl. DAMALS 12-2001, S. 7). Der Däne Malling Hansen schließlich baute im Jahr 1870 die erste Schreibmaschine, die auch käuflich zu erwerben war: Ein Exemplar dieses sogenannten „Kugelkopfes“, äußerlich einem Nadelkissen nicht unähnlich, befand sich im Besitz Friedrich Nietzsches.

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