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13. März 1534

Fehde gegen Sachsen

Eigentlich hatte Hans Kohlhase, Kaufmann und unbescholtener Bürger zu Cölln bei Berlin, im Jahr 1532 nur in Geschäften die Herbstmesse in Leipzig besuchen wollen. Irrtümlich wurde er dort aber beschuldigt, zwei Pferde gestohlen zu haben, die ihm abgenommen wurden. Kohlhase versäumte nicht nur die wichtige Messe, auch der Verlust der Pferde und das Futtergeld, das er für ihre Unterbringung zahlen sollte, wogen schwer. Seine finanziellen Verluste durch den Vorfall waren so gravierend, dass er seinen Besitz verpfänden musste.

Umso mehr hoffte er darauf, vor Gericht Recht zu erhalten. Er wurde bitter enttäuscht. Als er trotz eindeutiger Beweislast zu seinen Gunsten nicht rehabilitiert wurde, erklärte er am 13. März 1534 seinem Ankläger Junker Günther von Zaschwitz und dem Herzogtum Sachsen die Fehde. Nachdem er brandschatzend unter anderem Wittenberg und das Kloster Zinna heimgesucht hatte, drangen die sächsischen Geistlichen auf einen Vergleich, der jedoch nicht zustande kam. Erst 1539 gelang die Gefangennahme des Aufrührers. Am 22. März 1540 wurde Hans Kohlhase wegen Landfriedensbruchs zum Tod durch Rädern verurteilt. Seine Geschichte wurde gut 250 Jahre später zum Vorbild für Heinrich von Kleists Novelle „Michael Kohlhaas“.

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