9. August 1471 Francesco della Rovere - wissenschaft.de
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9. August 1471

Francesco della Rovere

Er war ein Renaissancepapst, wie er im Buche steht: Sixtus IV. (Francesco della Rovere), seit 1471 Papst. Verbunden sind mit seinem Namen die Erlaubnis zur Einführung der Inquisition und königlicher Kontrolle, ausgeprägte Vetternwirtschaft und der Versuch, durch erhöhte Pfründenbesteuerung, Ablässe und Vermehrung der käuflichen Ämter die päpstlichen Finanzen zu sanieren. Was ihn jedoch hervorhebt, ist seine Kunstförderung. So hat der Pontifex einem Bauwerk seine Form und seinen Namen gegeben, das heute zu den ersten Zielen eines jeden Rombesuchers gehört: der Sixtinischen Kapelle. Der geräumige Andachtssaal war bereits im 13. Jahrhundert errichtet worden und durch den Anbau des Vatikanspalasts knapp zweihundert Jahre später zu einem wichtigen Ort päpstlicher Zeremonien geworden. Sixtus nun ließ das Gebäude erneuern, vor allem aber beauftragte er eine Gruppe mittelitalienischer Maler damit, sie mit Fresken auszuschmücken. Es entstanden Meilensteine der abendländischen Kunstgeschichte, die, wie allgemein üblich, natürlich auch den Ruhm des Hauses Rovere erhöhen sollten. So ist Petrus in der Darstellung der Übergabe des Himmelsschlüssels in blau-goldene Gewänder gehüllt: die Farben der Papst-Familie. Mit den meisterhaften Fresken des Michelangelo freilich hat Sixtus nichts zu tun. Sie entstanden um 1512, also lange nach seinem Tod.

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