20.09.1217 Friede von Lambeth - wissenschaft.de
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20.09.1217

Friede von Lambeth

Nein, Johann Ohneland hatte nicht vor, sich an die in der „Magna Carta“ verbrieften Rechte für die Barone zu halten. 1215 hatte der König von England die Urkunde nur wegen einer Adelsrebellion unterzeichnet. Im Konflikt mit den Baronen, die sich gegen ihn als einen tyrannischen und dazu erfolglosen Herrscher auflehnten, brachte die „Magna Carta“ jedoch eine kurze Atempause. Diese nutzte Johann dazu, sich hilfesuchend nach Rom zu wenden: Papst Innozenz III., oberster Lehnsherr Englands, erklärte die Urkunde für nichtig und exkommunizierte die rebellierenden Barone. Es kam zum offenen Bürgerkrieg, zum „ersten Krieg der Barone“. Die Barone fanden Unterstützung bei Johanns Gegner Philipp II. von Frankreich und boten dessen Sohn Ludwig die englische Krone an. Tatsächlich landete Ludwig 1216 in Dover und wurde, trotz zähen Widerstands von Johann, in London zum König proklamiert.

Die Wende kam, als der ungeliebte Johann im Oktober 1216 starb. Der Bischof von Winchester ließ Johanns minderjährigen Sohn Heinrich III. zum König krönen und setzte William Marshal, den „besten aller Ritter“, als Regenten ein. Der erkannte sogleich die „Magna Carta“ an, und mit seiner Hilfe konnte der junge König gegen das Heer und die Flotte Ludwigs bei Lincoln, Dover und Sandwich siegen. Im Frieden von Lambeth wurde der Krieg der Barone am 20. September 1217 beendet: Ludwig von Frankreich verzichtete auf den englischen Thron und zog aus England ab.

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