30.01.1018 Friedensschluss in Bautzen - wissenschaft.de
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30.01.1018

Friedensschluss in Bautzen

Im Akt von Gnesen, im Jahr 1000, hatte Kaiser Otto III. das Erzbistum Gnesen gegründet und die Herrschaft des polnischen Fürsten Bolesław Chrobry aufgewertet. Unter Ottos Nachfolger Heinrich II. zerbrach das Bündnis mit Polen, als Chrobry seine Herrschaft auf die Mark Meißen und die Lausitz ausdehnen wollte. Als Verhandlungen scheiterten, tat sich Heinrich II. mit den heidnischen Liutizen gegen den Polenfürsten zusammen. Zeitgenossen sahen dies mit Sorge: Sich mit Heiden verbünden, um gegen Christen zu kämpfen, allein um der irdischen Ehre willen? Erzbischof Bruno von Querfurt sah das Seelenheil des Königs gefährdet und appellierte an dessen Barmherzigkeit.

Nach Heinrichs Kaiserkrönung 1014 aber kam es zu erneuten Auseinandersetzungen; der Kaiser nahm Bolesławs Sohn Mieszko gefangen, um den Polenfürsten dafür zu strafen, dass er ihm auf der Romfahrt den versprochenen Heeresdienst verweigert hatte. Auf Betreiben der sächsischen Fürsten wurden schließlich erneut Friedensverhandlungen aufgenommen. Auf der Ortenburg in Bautzen schlossen die Unterhändler Heinrichs II. und Bolesławs am 30. Januar 1018 einen dauerhaften Frieden und tauschten Geiseln aus, um Gleichrangigkeit zu demonstrieren. Die beiden Herrscher erschienen nicht.

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