11. Oktober 1931 Front gegen die Republik - wissenschaft.de
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11. Oktober 1931

Front gegen die Republik

In der Geschichte der ersten deutschen Republik bedeutete das Jahr 1931 einen weiteren Höhepunkt der eskalierenden politischen Gewalt. Am 11. Oktober 1931 setzten die antidemokratischen Nationalisten in Bad Harzburg ein eindeutiges Signal. Auf Initiative von Alfred Hugenberg, Chef eines mächtigen Wirtschafts- und Presseimperiums, kam man zu einer öffentlichen Machtdemonstration zusammen. In einer grandiosen Heerschau marschierten die verschiedenen paramilitärischen Verbände auf.

In die „Harzburger Front“ reihten sich die Deutschnationale Volkspartei, der Stahlhelm, der Reichslandbund, der Alldeutsche Verband ebenso wie Hitlers Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei ein. Sie alle wollten der bereits zerrütteten Demokratie den Todesstoß versetzen. Man kündigte einen Mißtrauensantrag gegen das zweite Kabinett Heinrich Brünings an, forderte Neuwahlen sowie die Aufhebung der Notverordnungen. Das Votum scheiterte jedoch mit Hilfe der sozialdemokratischen Stimmen. Angesichts der geballten nationalen Opposition unterstützte die SPD weiterhin die Regierung, obwohl diese nach ihrer Umbildung weiter nach rechts gerückt war.

Mit der öffentlich zelebrierten Geschlossenheit der rechten Opposition war es allerdings nicht weit her. Hitler erregte großes Aufsehen, als er nach dem Aufmarsch seiner Sturmabteilung demonstrativ die Bühne verließ, ohne die Parade des Stahlhelms abzuwarten. Diese provokative Geste zeigte: Er beanspruchte die alleinige Führung im rechten Lager.

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