1. April 1611 Galilei beim Papst - wissenschaft.de
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1. April 1611

Galilei beim Papst

Im Jahr 1611 war Galileo Galilei ein berühmter Mann. In seiner Abhandlung „Sternenbote“ („Sidereus Nuncius“) hatte er ein Jahr zuvor die Entdeckungen veröffentlicht, die er mit Hilfe eines Teleskops am nächtlichen Sternenhimmel gemacht hatte. So wußte er zu berichten, daß der Mond keine glatte Oberfläche, sondern Krater und Erhebungen aufweist. Auch sei die Milchstraße kein Gebilde aus Nebel, sondern eine dichte Ansammlung Tausender Sterne. Und der Jupiter besäße vier Monde, die „medicenischen Gestirne“. Schon bald nach seinem Erscheinen war der „Sternenbote“ ausverkauft und Galilei eine Berühmtheit.

Seine plötzliche Popularität, die ihm eine Stelle als Hofmathematiker in Florenz eintrug, hatte der Astronom der Erfindung des Teleskops durch den Niederländer Jan Lippershey zu verdanken. In seiner Werkstatt fertigte Galilei eigene Fernrohre, die er in hoher Stückzahl verkaufte. Als er im Jahr 1611 Rom besuchte, eilte ihm sein Ruf als Wissenschaftler und – fälschlicherweise – Erfinder des Teleskops bereits voraus. Vor allem jesuitische Gelehrte begeisterten sich für die Entdeckungen – Galilei wurde zum Mitglied der „Accademia dei Lincei“ ernannt. Schließlich erhielt er am 1. April 1611 eine Audienz bei Papst Paul V., der selbst ein Freund der Naturwissenschaften war.

Zum Verhängnis wurden Galilei in seinem Inquisitionsprozeß Jahre später denn auch weniger seine Arbeiten zum Heliozentrismus, sondern seine Weigerung, seine Forschungsergebnisse lediglich als wissenschaftliche Hypothesen zu bezeichnen.

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