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8. April 1525

Geburtsstunde Preußens

Albrecht von Brandenburg, Hochmeister des Deutschen Ordens, war in großer Sorge. Längst vorbei waren die glanzvollen Zeiten des 14. Jahrhunderts, als der Ritterorden nach seinen militärischen Siegen über die heidnischen Völker des Ostseeraums seine Herrschaft in Preußen und Livland hatte festigen und sein Herrschaftsgebiet weiter ausdehnen können. Bereits ein Jahrhundert später hatten die preußischen Städte und Adligen begonnen, sich gegen die Ordensherrschaft aufzulehnen. 1440 hatten sie sich zum Preußischen Bund zusammengeschlossen und in einem 13jährigen Krieg, unterstützt durch den polnischen König, die Ordens?ritter schwer in Bedrängnis gebracht. Am Ende stand zwar ein Friedensschluß, doch war dieser mit einschneidenden Gebietsabtretungen des Ordens an Polen verbunden: Der einst so imposante Deutschordensstaat war nun auf das Gebiet Ostpreußens beschränkt. Der Konflikt mit Polen schwelte jedoch weiter. Finanzielle Unterstützung aus dem deutschen Reich für einen neuen Kriegszug wurde Albrecht von Brandenburg verwehrt. Auch die immer populärer werdenden Lehren Martin Luthers schwächten die Stellung der katholischen Ordensritter. In dieser schwierigen Lage entschloß sich Hochmeister Albrecht zu einem bedeutsamen Schritt: Er legte im April 1525 sein Ordensgewand und die Hochmeisterwürde nieder und lei?stete dem König von Polen den Lehns?eid. Mit dieser Entscheidung wurde der Deutschordensstaat in das weltli?che Herzogtum Preußen umgewandelt.

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