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406 v. Chr.

Gegen das Gesetz

Empörung herrschte in Athen: Trotz eines glänzenden Seesiegs über Sparta bei der Inselgruppe der Arginusen vor der kleinasiatischen Küste im Jahr 406 v. Chr. mussten sich die attischen Flottenkommandanten vor Gericht verantworten. Sie hatten zahlreiche eigene Seeleute, deren Schiffe in der Schlacht untergegangen waren, nicht aus dem Meer retten können.

Viele Athener ließen die Begründung, die Rettung habe ein aufkommender Sturm verhindert, nicht gelten. Gegen das Gesetz wurden alle acht Feldherren als Gruppe vor Gericht gestellt, statt die Fälle einzeln zu verhandeln. Man gewährte ihnen auch nicht die vorgeschriebene Redezeit. Am Abend des ersten Verhandlungstages feierten die Athener ein Fest, bei dem die Ankläger angebliche Verwandte der Opfer auftreten ließen. Endgültig wandte sich die Stimmung gegen die Befehlshaber am nächsten Prozesstag. Ein Mann trat auf, der behauptete, sich auf einer Mehltonne aus der Schlacht gerettet zu haben und eine letzte Botschaft der Schiffbrüchigen zu überbringen: Die Mörder der Vaterlandsverteidiger müssten sterben.

Auf den Widerstand der 50 Richter hin, so der Historiograph Xenophon, tobte die Menge: Das Volk sei der Souverän und müsse somit tun können, was es wolle. Bis auf Sokrates gaben alle Richter nach, da man sogar ihnen mit Klagen drohte. Die Feldherren wurden verurteilt und hingerichtet. Ihrer erfahrenen Marinekommandanten beraubt, verloren die Athener bald darauf die nächste Schlacht.

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Ele|men|tar|ana|ly|se  〈f. 19; Chem.〉 Bestimmung der Bestandteile, bes. des Kohlen– u. Wasserstoffgehaltes organischer Verbindungen durch Wägung der bei der Verbrennung einer Substanz entstehenden Mengen an Kohlendioxid u. Wasser

Git|ter|ling  〈m. 1; Bot.〉 Pilz mit gitterförmigem Fruchtkörper, gilt als giftig: Glathrus cancellatus

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