21.05.1358 Gegen die „Eddelleute“ - wissenschaft.de
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21.05.1358

Gegen die „Eddelleute“

Das 14. Jahrhundert brachte für Frankreich schwere Krisen. Die Pest setzte den Menschen dort ebenso zu wie der Hundertjährige Krieg. Obendrein hatte die Gefangennahme König Johanns II. 1356 das Land in einen Zustand politischer Instabilität entlassen. Vor allem die Bauern stöhnten unter den Verwüstungen des Krieges und der Willkür ihrer Herren. Als diese ihnen abverlangten, zerstörte Besitzungen auf eigene Kosten wiederherzustellen, schlug Ärger in offene Rebellion um.

Im Mai 1358 traf sich eine Gruppe von Bauern in St. Leu an der Oise. Ihre aufgestaute Wut entlud sich in spontanen Gewaltakten gegen lokale Machthaber. Unter der Führung des Bauern Guillaume Callet griff die Revolte schnell auf den Nordosten Frankreichs über. In grellen Farben schildern die adelsfreundlichen Chronisten die Zerstörungen und Greueltaten der Aufständischen. Die spätere Bezeichnung „Jacquerie“ für die Revolten leitet sich wohl von der abschätzigen Bezeichnung „Jacques“ für den Bauern ab. Wie viele andere dieser Erhebungen im Mittelalter scheiterte auch die „Jacquerie“ von 1358 an der Standessolidarität des Adels. In einer gemeinsamen Aktion unter König Karl dem Bösen von Navarra wurde der Aufstand nur wenige Wochen später brutal niedergeschlagen.

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