08.02.1865 Gekreuzte Erbsen im Klostergarten - wissenschaft.de
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08.02.1865

Gekreuzte Erbsen im Klostergarten

Der Augustinermönch Gregor Mendel war ein vielseitiger Mann. Er veredelte Obstbäume, züchtete Bienen – und er wollte die Vererbung besser verstehen. Der Garten seines Klosters St. Thomas in Brünn wurde zum Schauplatz seiner Versuche zwischen 1859 und 1865. Er kreuzte Erbsen mit gelben und grünen, runden und runzligen Samen miteinander und entdeckte, dass sich alle Kombinationen von rund-gelben, rund-grünen sowie von runzlig-gelben und runzlig-grünen Erbsen ergaben. Er fand außerdem heraus, dass sich diese kombinierten Eigenschaften in den zukünftigen Generationen wieder trennen konnten. Die Eigenschaften wurden also, so schloss er, unabhängig voneinander vererbt. Zudem seien sie an spezifische materielle Träger gebunden, die bei der Fortpflanzung von Generation zu Generation weitergegeben wurden. Erst 1909, lange nach dem Tod Mendels 1884, gab man diesen Trägern den Namen „Gene“.

Am 8. Februar 1865 stellte Mendel seine Ergebnisse einem wohlwollenden, jedoch verständnislosen Publikum, den Mitgliedern des „Naturforschenden Vereins in Brünn“, vor. 1866 erschien die Abhandlung „Versuche über Pflanzen-Hybriden“ und wurde an 120 Universitätsbibliotheken und Naturforschervereinigungen versandt. Reaktionen blieben zu Lebzeiten Mendels jedoch aus. Erst Anfang des 20. Jahrhunderts entdeckte man die Experimente Mendels wieder, formulierte die drei Mendel’schen Vererbungsgesetze und bezeichnete Mendel selbst als „Vater der Genetik“.

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