11.1480 Großes Gegenüberstehen - wissenschaft.de
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11.1480

Großes Gegenüberstehen

Zweieinhalb Jahrhunderte lang herrschte über Russland die „Goldene Horde“, ein turko-mongolisches Teilreich, das um 1238 von einem Enkel Dschingis Khans gegründet worden war. Es finanzierte sich einerseits durch florierenden Handel, andererseits durch Steuern und Tribute, die man aus Russland einforderte. Russland war in viele kleine Fürstentümer aufgespalten, keines stellte eine große Bedrohung dar. Die Khane der „Goldenen Horde“ behielten sich die Anerkennung der russischen Fürsten vor, die ihnen auch Truppenkontingente stellen mussten.

Im 14. Jahrhundert aber begannen die Pest und innenpolitische Konflikte das Reich zu schwächen. Gleichzeitig erstarkte das Großfürstentum Moskau. Nachdem Iwan III., Großfürst von Moskau, 1476 selbstbewusst die gewohnten Tributzahlungen an die „Goldene Horde“ verweigert hatte, sann Akhmat Khan auf einen Angriff. Dazu gewann er die Unterstützung des polnischen Königs und litauischen Großherzogs Kasimir IV. Jagie ll o. Im Oktober 1480 vereitelten jedoch die Russen den Versuch der Mongolen, ihr Heer mit dem Kasimirs zu vereinigen. Akh‧mat Khan und sein Gegner Iwan III. standen sich schließlich mit ihren Truppen am Fluss Ugra gegenüber, und zwar wochenlang, ohne dass es zu Kampfhandlungen kam. Am 11. November gab der Khan schließlich das Signal zum Rückzug, denn dem starken russischen Heer sah er sich nicht gewachsen. Das „Große Gegen‧über‧stehen“ war der Anfang vom Ende der Herrschaft der „Goldenen Horde“ über Russland.

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