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2. Mai 1635

Heilkräuter für den König

Die ersten Hinweise auf einen botanischen Garten in Paris, so wird überliefert, gehen zurück bis ins Jahr 1597. Angeblich sollten die vielfältigen Blüten den Stickerinnen der höfischen Kleider Anregungen für neue Muster liefern. Anderes hatte jedoch König Ludwig XIII. im Sinn, als er 1726 seine Hofärzte Jean Héruard und Guy de la Brosse mit der Anlage eines Kräutergartens beauftragte. Darin sollten „alle Arten von Heilkräutern“ angepflanzt werden, um „all denen zu dienen, die sie benötigen“. Die Ärzte wählten ein brachliegendes Terrain im Pariser Vorort St. Victor und begannen, 1800 Pflanzenarten anzubauen. Eröffnet wurde der „Jardin royal des plantes médicinales“ am 2. Mai 1635. Fünf Jahre später wurde er erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Bereits unter Ludwig XIV. florierte der Botanische Garten nicht nur hinsichtlich der mannigfaltigen dort angebauten Pflanzen, die oft aus fernen Ländern stammten. Zur Unterbringung und Erforschung der kostbaren Exoten wurden Gewächshäuser errichtet. Im 18. Jahrhundert war aus dem königlichen Kräutergarten bereits ein bedeutendes Zentrum der Naturwissenschaften geworden. Heute zieht der Jardin des Plantes, einer der größten Parks in Paris, nicht nur Spaziergänger an. Auf seinem Gelände befinden sich ein naturgeschichtliches Museum, ein kleiner Zoo sowie eine Schule der Botanik.

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