29. März 1065 Heinrich IV. wird mündig - wissenschaft.de
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29. März 1065

Heinrich IV. wird mündig

Es war der Dienstag nach Ostern, der 29. März 1065, als sich die Großen des Reiches in Worms zu einem bedeutenden Ereignis zusammenfanden: Der 14jährige König Heinrich IV. wurde mit dem Schwert umgürtet und für mündig erklärt. Nun konnte er selbständig Regierungsgeschäfte aufnehmen und endlich die Regentschaft des ihm verhaßten Erzbischofs Anno von Köln abschütteln. Anno hatte den jungen Heinrich drei Jahre zuvor in einer spektakulären Aktion entführt und seine Vormundschaft geregelt: Jeweils der Bischof, in dessen Bistum der umherziehende Hof sich gerade befand, sollte die Leitung des königlichen Beraterstabes übernehmen. Heinrich indes lag wenig an einer Zusammenarbeit mit den Reichsfürsten, er begriff seine Herrschaft als streng autokratisch. Kaum habe Heinrich in Worms die Kriegswaffen angelegt, habe er sie gegen Anno gerichtet, berichtet der Chronist Lampert von Hersfeld. Anno zog sich bald aus dem Kreis der Ratgeber am Hof zurück und beobach?tete besorgt, wie der junge König, zumeist unter dem Einfluß Erzbischof Adalberts von Bremen, seine Vorstellung eines befehlsorientierten Königtums verwirklichte. Der Konflikt mit den Fürsten, die ihren Anteil an der Lenkung des Reiches einforderten, war unvermeidlich und eskalierte Jahre später in Heinrichs Absetzung und der Wahl Rudolfs von Rheinfelden zum neuen König.

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