12. Februar 1908 Im Auto um die Welt - wissenschaft.de
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12. Februar 1908

Im Auto um die Welt

Von New York nach San Francisco, durch Sibirien nach Berlin und von dort weiter nach Paris: Über 20000 Kilometer meist unwegsamen Geländes standen den sechs Mannschaften aus vier Nationen bevor, als am 12. Februar 1908 in New York der Startschuss für das bisher größte inter‧kontinentale Automobilrennen fiel. Die deutsche Mannschaft um Hans Koeppen fuhr den als sehr zuverläs-sig geltenden „Protos“ der Siemens-Schuckert-Werke. 100 000 Schaulus‧tige und etliche Journalisten waren gekommen, um die wagemutigen Männer zu bewundern. Hinter den Fahrern stand die Automobilindustrie im Wettbewerb um Marktanteile. Bekannte Tageszeitungen wie die „New York Times“, „Le Matin“ oder die Berliner „BZ am Mittag“ sponserten die Rallye mit der Hoffnung auf hohe Verkaufszahlen.

Das Rennen begann spannend. Wegen Schneetreibens kamen nur vier Mannschaften an der Pazifik‧küste an. Die Wagen wurden nach Wladiwostok verschifft, da die Fahrt durch Alaska zu große Gefahren barg. Fast ein halbes Jahr später, am 26. Juli, erreichte der Protos mit der Crew von Hans Koeppen schließlich als Erster das Ziel – doch der Sieg wurde ihm aberkannt! Er hatte zwischendurch seinen Wagen mit der Bahn transportiert … Die Siegestrophäe erhielt nun das amerikanische Team. Koeppen aber wurde in Deutschland trotzdem wie ein Held gefeiert.

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