10.01.1430 Im Zeichen des Widders - wissenschaft.de
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10.01.1430

Im Zeichen des Widders

Herzog Philipp der Gute von Burgund war ein Liebhaber prächtiger Hofhaltung, ein Mäzen von Kunst und Kultur. Sein noch junges Herzogtum behauptete sich selbstbewusst zwischen Frankreich und dem römisch-deutschen Reich. Um Burgunds Prosperität zu feiern und die verdientesten Adligen an sich zu binden, stiftete Philipp am 10. Januar 1430 nach dem Vorbild des Hosenbandordens einen eigenen Ritterorden, den „Orden vom Goldenen Vlies“. Er stiftete ihn „zum Lob und Ruhm des Erlösers, der Jungfrau Maria und des heiligen Andreas wie zum Schutz und zur Förderung des christlichen Glaubens und der heiligen Kirche, zur Tugend und Vermehrung guter Sitte“. 24 Ritter nahm Philipp in den Orden auf, später wurde die Zahl bis auf 30, dann auf 50 zuzüglich des Ordenssouveräns erweitert. Die Ordenskette besteht aus 31 Gliedern und einem goldenen Anhänger in Gestalt eines Widderfells. Dieses verweist sowohl auf das Vlies im Tauwunder Gideons (Buch der Richter 6, 33  – 40) als auch auf die altgriechische Sage vom Goldenen Vlies. Der Orden galt bald als einer der vornehmsten Ritterorden. Vor Kriegszügen holte Philipp die Zustimmung der Ordensritter ein, die zahlreiche Privilegien genossen und von Abgaben befreit waren. Mit dem Ende des Hauses Burgund ging der Orden 1477 auf die spanischen Habsburger über, bevor er im Jahr 1700 von der bourbonischen und auch der österreichischen Linie übernommen wurde. Er hat bis heute Bestand.

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