02.02.962 Kaiserkrönung Ottos I. - wissenschaft.de
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02.02.962

Kaiserkrönung Ottos I.

König Otto hatte für seine Abwesenheit alles gut vorbereitet, ehe er seinen zweiten Italien-Zug antrat. Die Herrschaft im Reich nördlich der Alpen ruhte auf den Schultern von Verwandten und Getreuen des ottonischen Königshauses, sein kleiner Sohn war außerdem zum Mitkönig erhoben worden. Im Sommer 961 brach Otto über den Brenner-Pass nach Italien auf und erreichte am 31. Januar 962 Rom. Gerufen hatten ihn der Papst und weitere italienische Fürsten: König Berengar von Ivrea bedrohte den Kirchenstaat. Das erforderte die persönliche Anwesenheit König Ottos, der seit 951 den Titel „König der Langobarden“ führte. Otto war erfolgreich: Nach kurzer Belagerung Pavias erklärte er seinen Gegner für abgesetzt.

Dann wandte sich Otto nach Rom. War die Kaiserwürde ein länger verfolgtes Ziel, oder reagierte Otto auf die Gunst der Stunde? Er und seine Gemahlin Adelheid empfingen jedenfalls die Huldigungen der Römer und wurden am 2. Februar 962 in der Peterskirche von Papst Johannes XII. zu Kaiser und Kaiserin der Römer gekrönt. Kaiser und Papst wollten künftig eng zusammenarbeiten. Otto I. stellte am 13. Februar das „Ottonianum“ aus, ein Privileg, das, ganz in der Tradition seiner karolingischen Vorgänger, die Besitzungen und Hoheitsrechte des Apostolischen Stuhls bestätigte. Neu war der Treueid, den der Papst dem Kaiser zu leisten hatte. Ottos Kaisertum begründete eine neue Tradition: Bis 1806 waren nur die ostfränkischen bzw. deutschen Könige Inhaber der Kaiserwürde.

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