6. April 1652 Kapstadt wird gegründet - wissenschaft.de
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6. April 1652

Kapstadt wird gegründet

Jan van Riebeeck war beileibe nicht der erste Europäer, der seinen Fuß auf das Land an der Südspitze Afrikas setze. Aber der erste, der für längere Zeit dort bleiben wollte. Der holländische Kaufmann hatte den Auftrag, am Kap eine Relaisstation zu errichten. Auf dem Weg in die überseeischen Kolonien hatten europäische Schiffmannschaften nämlich hier oft unfreiwillig Halt gemacht. Es waren weniger Unwetter, die die Mannschaften zu Schiffbrüchigen gemacht hatten, vielmehr dezimierte Skorbut, also der Mangel an Vitamin C, die Crews. Und den hilflosen Restmannschaften blieb oft nur, am Kap Zuflucht zu suchen. Die in Amsterdam ansässige Vereinigte Ostindische Kompanie (VOC), der „Global Player“ im Handel mit Südostasien, fand diese Verhältnisse unhaltbar. Durch die Relaisstation sollte die Versorgung ihrer Schiffe mit frischen Lebensmitteln und Trinkwasser auf halber Strecke und damit eine Verringerung der Verluste gewährleistet werden. Keinesfalls ging es der VOC darum, Land zu besetzen. Militärische Sicherungen waren nicht vorgesehen, der Kontakt zu den einheimischen Khoikhoi und den Europäern vor Ort sollte friedlich und einvernehmlich sein. Doch van Riebeeck hatte andere Pläne. Kaum eine Woche war vergangen, seit er samt Frau und Sohn in der Tafelbucht eingetroffen, da begann er schon, ein Fort zu errichten. Aus dem Fort wurde Kapstadt. Und so beginnt mit dem 2. April 1652 erst richtig die Geschichte des europäischen Einflusses auf Südafrika.

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