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25. Juni 1938

Kinderarbeit in den USA abgeschafft

Es war ein später Triumph für Lewis Hine, denn seine Fotografien waren es, die das Elend der arbeitenden Kinder in den Vereinigten Staaten „sichtbar“ gemacht hatten. Und auch wenn es 30 Jahre gedauert hatte, bis nun ein Gesetz bundesweit die Arbeit von Kindern verbot, so war doch unverkennbar, daß Hines Fotos zu dieser Entwicklung einen entscheidenden Anstoß gegeben hatten. In den Jahren zwischen 1908 und 1912 war Lewis Hine in den ganzen USA unterwegs, um zu dokumentieren, unter welchen Bedingungen Kinder in Fabriken, Farmen und Bergwerken arbeiteten. Den Auftrag dazu hatte er vom „National Child Labor Committee“ (Nationales Kinderarbeits-Komitee) erhalten, einem Zusammenschluß von Politikern und Bürgern, die in der Ausbeutung von Kindern durch Wirtschaftsbetriebe eine Schande für die USA sahen. In nahezu jedem US-Bundesstaat war Kinderarbeit grundsätzlich verboten. Nur hielt sich kaum einer an diese Verbote: Viele Familien konnten überhaupt erst mit der Arbeitskraft ihrer Kinder über die Runden kommen. Andererseits waren viele Unternehmer gerade an den äußerst flinken und geschickten Kindern als Arbeitskräften interessiert. Hines Fotos zeigen die Folgen für die Betroffenen: Oft spiegelte sich in den jugendlichen Gesichtern die Leere einer freudlosen Kindheit, manchmal gar Wut. 30 Jahre Lobbyarbeit waren trotz dieser anrührenden Bilder nötig, bis der „Fair Labor Standards Act“ Kinderarbeit in den gesamten USA verbot. Im Juni 1938 setzte Präsident Roosevelt seinen Unterschrift unter das Gesetz, das auch für die erwachsenen Arbeiter wichtige soziale Fortschritte wie die 40-Stunden-Woche brachte.

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