16. Juli 1801 Konkordat unterzeichnet - wissenschaft.de
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16. Juli 1801

Konkordat unterzeichnet

Mit der Französischen Revolution war für die katholische Kirche eine schwere Zeit angebrochen: Kirchenvertreter wurden ermordet oder ins Exil getrieben, Kirchengüter enteignet und verstaatlicht. Ein neuer Kalender strukturierte fortan das Jahr, kirchliche Feiertage spielten keine Rolle mehr. Der Katholizismus sollte das öffentliche und private Leben nicht mehr so bestimmen wie noch zur Zeit des Ancien régime. Pius VII., Papst seit dem Jahr 1800, waren die Hände gebunden. Schließlich signalisierte Napoleon als erster Verhandlungsbereitschaft. Das Angebot weckte neue Hoffnungen, wenn auch ein Pakt mit dem französischen Staatsoberhaupt höchst umstritten war. Der Papst soll seinen Gesandten, Kardinal Consalvi, so instruiert haben: „Bis vor die Pforten der Hölle wollen wir uns vorwagen – aber dann wollen wir haltmachen“. Doch sehr viel Handlungsspielraum hatte die päpstliche Delegation ohnehin nicht, denn die französischen Truppen konnten jederzeit den Kirchenstaat überfallen. In der Nacht vom 15. auf den 16. Juli 1801 unterzeichneten die beiden Parteien das Konkordat. Consalvi hatte einen Kompromiß aushandeln können: Der Papst fand sich mit der Enteignung der kirchlichen Güter und der Neubesetzung aller Bischofsstühle ab. Im Gegenzug wurde der Katholizismus – wenn auch nicht als Staatsreligion, so doch „als Religion der Mehrheit der Franzosen“ – wieder zugelassen.

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