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28.05.1037

Konrad II. schafft erbliche Lehen

Die Urkunde vom 28. Mai 1037 kommt gleich zur Sache. Sie werde erlassen „um die Herren [seniores] und die Vasallen [milites] miteinander zu versöhnen“. Tatsächlich gab es in Oberitalien Spannungen zwischen den seniores, insbesondere den Bischöfen und Erzbischöfen, und ihren obersten Lehnsträgern. Diese, Capitanei genannt, bildeten die militärische Oberschicht, die ihre wachsende Macht wiederum auf starke Untervasallen, die Valvassoren, stützen konnte und den Bischöfen zunehmend zur Bedrohung wurde. Um die Capitanei zu schwächen, hatten die Bischöfe begonnen, den Valvassoren ihre Lehen zu entziehen. Ein sich ausweitender Aufstand der Mailänder Valvassoren gegen das Vorgehen des Erzbischofs Aribert rief 1036 Kaiser Konrad II. nach Oberitalien. Der Kaiser wusste, dass sich seine Herrschaft in Reichsitalien in hohem Maß auf die Schlagkraft der Capitanei und Valvassoren stützte, und ihre Schwächung würde auch ihn schwächen.

Daher belagerte er Mailand, bestrafte die Bischöfe und erließ jene Urkunde, die später unter dem Namen „Constitutio de feudis“ bekannt wurde: Keinem Vasallen durfte fortan mehr sein Lehen genommen werden, außer, und das war entscheidend, durch Urteil seiner Standesgenossen. Mehr noch: Die Vasallen erhielten das Recht, künftig ihre Lehen an männliche Nachkommen zu vererben.

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