10.1739 Krieg um ein Ohr - wissenschaft.de
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10.1739

Krieg um ein Ohr

Der Spanische Erbfolgekrieg endete 1713 für England mit dem Recht, als einzige Nation Sklaven an die spani‧schen Kolonien liefern zu dürfen. Diese lukrative Monopolstellung nutzte die Seemacht bald zu einem ausgedehnten Schmuggelhandel, den Spanien zu kontrollieren versuchte. Bei einer solchen Kontrolle des englischen Handelsschiffes „Rebecca“ durch ein spanisches Küstenwachschiff im Jahr 1731 wurde dem unter dem Verdacht der Piraterie stehenden Kapitän Robert Jenkins ein Ohr abgeschnitten.

Die Mitglieder des britischen Parla‧ments staunten nicht schlecht, als ihnen Jenkins sieben Jahre später dieses in Alkohol eingelegte Ohr präsentierte und die gewaltsamen Übergriffe der Spanier auf englische Handelsschiffe beklagte. Ohnehin war das Verhältnis zwischen den beiden Seemächten sehr labil, und Jenkins’ Ohr heizte die anti-spanische Stimmung noch mehr an. Trotz Spaniens Angebot einer Entschädigung für widerrechtlich beschlagnahmte englische Güter kam es im Oktober 1739 – buchstäblich – zum „Krieg um Jenkins’ Ohr“: Schauplatz waren die Karibik und die südlichen Kolonien Nordamerikas. 1739 gelang den Briten ein großer militärischer Erfolg mit der Einnahme der wichtigen spanischen Hafenstadt Portobelo in Panama, von wo aus Spanien den Export von Edelmetall nach Europa organisierte. Danach aber verließ England das Kriegsglück: Das britische Heer wurde durch Tropenkrankheiten so dezimiert, dass die Kämpfe 1742 ergebnislos eingestellt wurden. Die Spanier entern Jenkins’ Sch

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