05.11.1688 Landung in England - wissenschaft.de
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05.11.1688

Landung in England

Das England des 17. Jahrhunderts war geprägt von Bürgerkrieg, den Konflikten zwischen Anhängern des Absolutismus und des Parlamentarismus bzw. zwischen Katholiken und Protestanten. Die Herrschaft König Karls II. hatte zwar etwas Stabilität gebracht, doch hatte er zum Ärger seiner Gegner am Absolutismus festgehalten. Sein Bruder und Nachfolger Jakob II., der 1685 den Thron bestieg, teilte diese Haltung. Noch dazu war er Katholik und besetzte wichtige Ämter mit Männern seiner Konfession. Bald wurden Stimmen laut, er wolle England gar rekatholisieren. Führende Politiker nahmen deshalb Kontakt zum protestantischen Wilhelm III. von Oranien auf und trugen ihm und seiner Gemahlin Maria, einer Tochter Jakobs II., den englischen Thron an.

Am 5. November 1688 landete Wilhelm mit seinen Truppen bei Brixham (Torbay) im Südwesten Englands: Die „Glorious Revolution“ mit dem Ziel der Absetzung Jakobs hatte begonnen. Dessen Truppen leisteten den Invasoren kaum Widerstand, während sich der König nach Frankreich absetzte. Am 11. April 1689 wurden Wilhelm und Maria in einer Doppelzeremonie feierlich gekrönt. Ihren Unterstützern, den Parlamentaristen, mussten sie freilich erhebliche Zugeständnisse machen. In der „Declaration of Rights“, die im Herbst 1689 zur wegweisenden „Bill of Rights“ abgewandelt wurde, verpflichtete sich die Krone unter anderem, das Parlament in regelmäßigen Abständen einzuberufen, seine Zustimmung etwa bei Steuererhebungen einzuholen und den Abgeordneten Immunität zu gewähren. England befand sich so allmählich auf dem Weg zur konstitutionellen Monarchie.

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