21.06.1841 Lokomotive „made in Germany“ - wissenschaft.de
Anzeige
Anzeige

21.06.1841

Lokomotive „made in Germany“

Der Vorsprung war deutlich: Ganze zehn Minuten war die Lokomotive aus der Werkstatt von August Borsig auf der rund 70 Kilometer langen Eisenbahnstrecke zwischen Berlin und Jüterbog schneller als das englische Konkurrenzmodell von George Stephenson. Der Maschinenbauer und Eisengießer Borsig hatte in einem Wettrennen anschaulich die Leistungsfähigkeit seines Modells unter Beweis gestellt. Borsig war allerdings kein geringes Risiko eingegangen, hatte er doch erst knapp einen Monat zuvor, am 21. Juni 1841, in seiner Werkshalle in der Chausseestraße im Berliner Norden seine erste selbstgebaute, auf den Namen „Borsig“ getaufte Lokomotive vorgestellt.

Die Mehrzahl der in Preußen fahrenden Lokomotiven stammte bis dato noch immer aus England. Borsig aber vertraute vor allem auf die Erkenntnisse, die er bei Wartungsarbeiten an englischen Loks gewonnen hatte. Ständige Verbesse‧rungen optimierten seine Loks: 1845 baute er die ersten Lokomotiven mit gekuppelten Achsen, 1851 kamen Tenderlokomotiven hinzu. Im Zeichen eines ständig wachsenden Eisenbahnausbaus fuhren 1846 auf Preußens Schienen bereits über 100 Borsig-Lokomotiven. Sie machten damit mehr als ein Drittel der insgesamt betriebenen Schienenfahrzeuge aus. Später traten auch Auslandsaufträge hinzu, etwa für die Warschau-Wiener Bahn. Das Werk expandierte kräftig und beschäftigte um 1850 bereits 1800 Mitarbeiter. In seinem Sterbejahr, 1854, lieferte der „Lokomotivkönig“ Borsig die 500. Lok aus und gehörte damit zu den größten Produzenten Europas.

Anzeige

DAMALS | Aktuelles Heft

Bildband DAMALS Galerie

Anzeige

Wissenschaftslexikon

Ko|ral|len|fisch  〈m. 1; Zool.〉 Fisch, der ständig in der Nähe von Korallenbänken lebt

Bra|vo|ruf  〈[–vo–] m. 1〉 Beifallsruf (im Theater od. Konzert)

Da|ca|po  〈n. 15; Mus.〉 = Dakapo

» im Lexikon stöbern
Anzeige
Anzeige