4. Juni 1133 Lothar wird Kaiser - wissenschaft.de
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4. Juni 1133

Lothar wird Kaiser

Am 14. Februar 1130 kam es in Rom zu einer folgenschweren Doppelwahl. Das Kardinalskollegium konnte sich nicht auf einen gemeinsamen Nachfolger des verstorbenen Papstes Honorius II. einigen. So beanspruchten fortan zwei Päpste, Innozenz II. und Anaklet II., den Stuhl Petri für sich. Auf der Suche nach mächtigen Verbündeten umwarben beide den römisch-deutschen König Lothar III. von Supplinburg und stellten ihm die Kaiserkrone in Aussicht. Zwar gelang es Anaklet, seinen Gegner Innozenz aus Rom zu vertreiben, doch als er sich mit den Normannen in Süditalien verbündete, machte er sich Lothar zum Feind: Der König unterstützte fortan Innozenz in seinem Anspruch auf den Papstthron.

Auf Vermittlung des einflussreichen Zisterzienserabts Bernhard von Clairvaux trafen sie 1131 in Lüttich aufeinander, wo Lothar Innozenz seiner Hilfe versicherte. Mit einem Heer zog der König über die Alpen und führte den Vertriebenen nach Rom zurück. Doch gelang es ihm nicht, die gesamte Stadt aus den Händen Anaklets zurückzuerobern. Die Petersbasilika auf dem Vatikanhügel, traditionell die Stätte der Kaiserkrönung, blieb ihm trotz zahlreicher Verhandlungen verwehrt. So empfing Lothar III. am 4. Juni 1133 die Kaiserkrone aus den Händen Innozenz‘ II. entgegen dem üblichen Ritual in Roms Bischofskirche, der Lateranbasilika. Die Kaiserkrönung im Lateran blieb Episode: Alle späteren Krönungen fanden wieder in der Petersbasilika statt.

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