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11.12.1443

Luxemburgs Niederlage

Am Ende blieb nur das Eingeständnis der Niederlage: Luxemburg stand unter Fremdherrschaft. Die einstige Grafschaft, Stammland des gleichnamigen Herrscherhauses, war 1354 zum Herzogtum erhoben worden. Aus der Dynastie waren mit Heinrich VII., Karl IV., Wenzel und Sigismund vier römisch-deutsche Könige hervorgegangen. Doch mit Sigismunds Tod 1437 war die männliche Linie des Hauses erloschen, und Sigismund hatte das Herzogtum 1411 an seine Nichte Elisabeth von Görlitz verpfändet. In Finanznot verkaufte diese das Herzogtum 1441 an Herzog Philipp den Guten von Burgund. Diese Entscheidung rief einen so erbitterten Widerstand der luxemburgischen Stände hervor, dass Philipp 1443 mit einem Heer einmarschieren musste. Er eroberte Stadt um Stadt und stand zuletzt vor der Stadt Luxemburg.

Diese war von einer mächtigen Festungsmauer umgeben. In der Nacht vom 21. auf den 22. November gelang es den Burgundern, in aller Stille mit Eskaladen (Sturmleitern) die Mauern an einer schlecht bewachten Stelle zu übersteigen, die Torwache zu überwältigen und die Stadttore zu öffnen. Für einen organisierten Widerstand war es zu spät; Philipp der Gute konnte an der Spitze seiner Truppen nahezu unbehelligt in die Stadt einziehen, die er anschließend zur Plünderung freigab. Am 11. Dezember schließlich erfolgte die förmliche Kapitulation: Bis zum Tod Karls des Kühnen 1477 blieb Luxemburg unter burgundischer Herrschaft.

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