15.08.1057 Macbeths Tod - wissenschaft.de
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15.08.1057

Macbeths Tod

Das Bild von Mac Bethad mac Findláich (englisch Macbeth), von 1040 bis 1057 König von Schottland, ist ganz von Shakespeares Drama und seinem finsteren Helden geprägt. Das mittelirische Versepos „Prophecy of Berchán“ aus dem 12. Jahrhundert berichtet indes keineswegs von einem angstzerfressenen Tyrannen. Stattdessen pries es Macbeths hohes Ansehen und rühmte ihn als König mit goldenem Haar, der den Schotten Wohlstand gebracht habe.

Im Jahr 1040 hatte Macbeth König Duncan in der Schlacht von Elgin getötet und selbst den schottischen Thron bestiegen. In der Tat scheint der historische Macbeth seinem Reich eine kurze Zeit relativen Friedens und Ruhe gebracht zu haben und sogar auf Pilgerreise nach Rom gegangen zu sein. Seine Heirat mit Gruoch, einer Enkelin König Kenneths II. oder III., festigte seinen Thronanspruch. Gefahr drohte seiner Herrschaft jedoch von König Duncans Sohn Malcolm Canmore (Máel Coluim mac Donnchada), der seinen Anspruch auf den Thron nicht aufgeben wollte.

Am 15. August 1057 standen sich die Kontrahenten in der Schlacht von Lumphanan in Aberdeenshire gegenüber. Macbeth wurde von Malcolm verwundet und starb der „Prophecy of Berchán“ zufolge einige Tage später in Scone. Er wurde im Inselkloster Iona bestattet. Sein Stiefsohn Lulach konnte sich nur kurze Zeit auf dem Thron halten und wurde 1058 von Malcolm besiegt, der nun als Malcolm III. das Königreich regierte.

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