12. Februar 1339 Maskenverbot in Venedig - wissenschaft.de
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12. Februar 1339

Maskenverbot in Venedig

Der Karneval gehört zu den großen Touristenattraktionen Venedigs. Er wurde wohl schon in der frühen Geschichte der Lagunenstadt gefeiert und ist im Jahr 1094 erstmals schriftlich belegt. Masken und Kostüme gehörten zu dem bunten Treiben selbstverständlich dazu. Mit dem Aufstieg der Stadt zur reichen Handelsmetropole wurden die Verkleidungen aufwendiger und die Feiern ausschweifender. Überhaupt feierte man in Venedig den Karneval länger als andernorts: vom Festtag des heiligen Stephan am 26. Dezember bis zum Beginn der Fastenzeit am Aschermittwoch. Das Tragen von Masken war darüber hinaus auch in den zwei Wochen vor Pfingsten und nach Pfingsten üblich.

Am 12. Februar 1339 verbot der Große Rat der Seerepublik ganzjährig das Tragen von Masken. Man wolle, so die Begründung, den Verbrechen Einhalt gebieten, die im Schutz der Masken begangen würden. Das Verbot erwies sich freilich als fruchtlos; zu sehr schätzten die Venezianer die Freiheit unter der Maske. Zudem gehörte die Maskenherstellung zu den florierendsten Handwerkszweigen in der Stadt. So beklagte der Rat wenige Jahrzehnte später die „Unanständigkeiten“, die Männer unter dem Schutz der Maske in Nonnenklöstern begingen. Über Jahrhunderte bemühte man sich weiter vergeblich um ein Maskenverbot.

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