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23.06.1611

Meuterei auf der „Discovery“

Es war die zweite Expedition, die der britische Seefahrer Henry Hudson unternahm, um eine Nordwestpassage durch das Nordpolarmeer bis nach China zu finden. Im April 1610 brach Hudson mit der „Discovery“ erneut auf. Er umfuhr die Südspitze Grönlands, hielt weiter nach Westen und wähnte sich Monate später schon am Ziel. Doch das Meer, das er für den Pazifik hielt, war ein Randmeer, die später nach ihm benannte Hudson Bay im Nordosten Kanadas. Dort blieb er die nächsten Monate, kartierte und suchte einen Weg in den Pazifik. Doch dann kam der Winter, und mit ihm das Packeis. Bald war die „Discovery“ vom Eis eingeschlossen und saß in der James Bay fest. Auf die Besatzung warteten acht qualvolle Monate der Kälte und Entbehrungen. Hunger, Unterkühlung und Krankheit ließen die Moral sinken, es kam immer öfter zum Streit. Im Juni 1611 verteilte Hudson die letzten kärglichen Vor‧räte an seine Leute und wendete, da das Eis zurückging, das Schiff abermals nach Westen. Offenbar wollte er weiter nach der Nordwestpassage suchen.

Die Mannschaft meuterte. Im Morgengrauen des 23. Juni setzten die Männer Henry Hudson, seinen Sohn und sieben weitere Besatzungsmitglieder in einem kleinen Beiboot im Süden der Hudson Bay nahe Charlton Island aus. Unter großen Strapazen segelte der erste Offizier Robert Bylot danach mit der „Discovery“ zurück nach England, nur sechs Besatzungsmitglieder überlebten die Fahrt. Bylot wurde vom Vorwurf der Meuterei freigesprochen und leitete später selbst Expeditionen; der ausgesetzte Hudson und seine Gefährten aber blieben verschollen.

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dru|sig  〈Adj.; Vet.〉 mit der Druse (Pferdekrankheit) behaftet

Me|tall|ur|gie  auch:  Me|tal|lur|gie  〈f. 19; unz.〉 Lehre von der Gewinnung u. Verarbeitung von Metallen; ... mehr

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