14. Dezember 1784 Mozart wird Freimaurer - wissenschaft.de
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14. Dezember 1784

Mozart wird Freimaurer

„In diesen heil’gen Mauern, wo Mensch den Menschen liebt, kann kein Verräter lauern, weil man dem Feind vergibt. Wen solche Lehren nicht erfreun, verdienet nicht, ein Mensch zu sein“, singt Sarastro in Wolfgang Amadeus Mozarts „Zauberflöte“. Die Oper zählt nicht nur zu den bekanntesten Werken, die Mozart der Nachwelt hinterlassen hat, „Die Zauberflöte“ gilt auch als „Freimaurer-Oper“, als Mozarts offenes Bekenntnis zum Freimaurertum. In ihr soll er mit Hilfe des Musiktheaters die Ideale der Freimaurer und den inneren Aufbau einer Loge nachgezeichnet haben. Auch Emanuel Schikaneder, der Librettist der „Zauberflöte“, gehörte einer Freimaurerloge an. Nachdem Mozart im November 1784 einen Aufnahmeantrag gestellt hatte, wurde er bereits im Dezember desselben Jahres als Lehrling in die Wiener Freimaurerloge „Zur Wohltätigkeit“ aufgenommen. Im Januar 1785 wurde er in der Loge „Zur wahren Eintracht“ zum Gesellen und nur kurze Zeit später zum Meister befördert. Mozart war bei weitem nicht der einzige berühmte Wiener seiner Zeit, der sich den freimaurerischen Idealen der Freiheit, Toleranz und Brüderlichkeit verpflichtete. Neben vielen anderen wurden auch sein Vater Leopold und Joseph Haydn Mitglieder in einer der florierenden Freimaurerlogen der Stadt. Mozart selbst gilt als Freimaurer mit Leib und Seele. Die „Maurerische Trauermusik“ (KV 477) und die Freimaurer-Kantate „Dir, Seele des Weltalls“ (KV 429) gehören zu den Werken, die Mozart zu Feierlichkeiten seiner Loge komponierte. Trotz des wachsenden Drucks, den der Wiener Hof auf die Freimaurer ausübte, blieb er Mitglied der Loge „Zur neugekrönten Hoffnung“, bis er 1791 starb.

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