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350 n. Chr.

Usurpator Vetranio dankt ab

Im Januar 350 n. Chr. ermordete ein Offizier namens Magnentius Kaiser Constans, der gemeinsam mit seinem Bruder Constantius II. herrschte. Eine westliche Provinz nach der anderen stellte sich hinter den Usurpator, der mit einer proheidnischen, aber dennoch nicht christenfeindlichen Politik Aristokraten, Soldaten und Bürger für sich zu gewinnen versuchte. Constantius II. kämpfte derweil im fernen Osten gegen die Perser. Doch Constantius’ Schwester Constantina erkannte, dass ihr Bruder, um sich gegen Magnentius zu behaupten, dringend einen Mitkaiser benötigte. Der durfte allerdings keine eigenen Ambitionen entwickeln. Sie wählte daher Vetranio, einen schon in die Jahre gekommenen Heermeister des Balkanheeres.

Vetranio rief sich am 1. März 350 zum Augustus aus und wurde prompt von Constantius anerkannt. Dies stieg Vetranio wohl etwas zu Kopf, denn er umwarb sogleich Constantina – ebenso wie Magnentius. Ihr Bruder ließ beide Bewerber abblitzen. In Eilmärschen kehrte er von seinem Perser-Feldzug zurück und maßregelte zunächst Vetranio. Brav übergab dieser seine Heeresverbände und dankte am 25. Dezember 350 n. Chr. ab. Constantius gestand ihm einen komfortablen Alterssitz in Kleinasien zu, wo Vetranio seinen Lebensabend standesgemäß beschloss. Magnentius hingegen war keine Marionette: Es dauerte drei Jahre, bis Constantius II. ihn endgültig besiegt hatte und nun selbst, ohne Mitkaiser, alleiniger Herrscher über das gesamte Römische Reich wurde.

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