274 n. Chr. Römisches Reich wiedervereinigt - wissenschaft.de
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274 n. Chr.

Römisches Reich wiedervereinigt

Im Februar oder März des Jahres 274 wurde das Römische Reich wiedervereinigt. Im Jahr 260 hatten Soldaten am Rhein in den unruhigen Zeiten voller wirtschaftlicher Krisen und Kriege einen gewissen Postumus zum Kaiser ausgerufen. Postumus zog – entgegen den üblichen Gepflogenheiten von Usurpatoren – nicht nach Rom. Weil der rechtmäßige Kaiser Gallienus damals im Orient Krieg führte, konnte sich der Konkurrenzkaiser bequem im Nordwesten sein Separatimperium aufbauen und löste Gallien, Germanien, Spanien und Britannien aus dem Reichsverbund. Der überschaubare Raum erlaubte ihm eine straffe Verwaltung und eine schlagkräftige Verteidigung gegen einfallende Barbaren. Nach Postumus’ Tod setzte sich Tetricus als Nachfolger durch. Doch die Zeit des „Gallischen Sonderreichs“ war abgelaufen.

Aurelian, der nun allgemein anerkannte römische Kaiser, hatte die Kriege im Osten gewonnen und zog nach Gallien. In der Nähe des heutigen Châlons-en-Champagne kam es im Frühjahr 274 n. Chr. zur Entscheidungsschlacht. Angeblich soll Tetricus mit seinem Sohn und designierten Nachfolger in das Lager seines Gegners geflohen sein, sein Heer unterlag am folgenden Tag im Kampf. Aurelian führte den besiegten Gegner im Triumphzug durch Rom. Nach einer Phase der Gefangenschaft aber ernannte er Tetricus großmütig zum Senator – wenn wir den Schriftquellen glauben dürfen.

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